Wann läuft die Frist für eine Sammelklage für VW Aktionäre ab?

Die Frist für eine Sammelklage bzw. für ein Musterverfahren, aber auch für die individuellen Ansprüche auf Schadensersatz für die VW Aktionäre läuft am 19.09.2016 nach der kurzen einjährigen Verjährungsfrist des Wertpapierkapitalgesetztes aus. Bis dahin muss die Klage erhoben werden bzw. verjährungsunterbrechende Maßnahmen eingeleitet sein.

Warum haben VW Aktionäre Anspruch auf Schadensersatz?

Die VW Aktionäre haben einen Anspruch auf Schadensersatz, weil der Volkswagen Konzern es verabsäumt hat, eine Ad hoc Meldung über die Risiken und Konsequenzen der Abgasmanipulation zu veröffentlichen. Zudem bleibt rechtlich zu prüfen, inwieweit die Abgasmanipulation selber einen Anspruch auf Schadensersatz gegen den VW Konzern auslöst.

Was ist eine Sammelklage gegen VW in Deutschland?

Eine Sammelklage gibt es nach deutschem Recht nicht. Dieser Begriff ist aus dem amerikanischen Rechtswesen in den deutschen Sprachgebrauch eingedrungen. In den USA hat eine solche Class Action den Volkswagen Konzern zu einem Vergleich mit den Käufern von Volkswagen Dieselautos gezwungen. 

Ähnliche Verfahren werden für deutsche Käufer über die Abtretung von potentiellen Schadensersatzansprüchen an externe Institutionen probiert. Für die VW Aktionäre gibt es das Kapitalanleger Musterverfahrensgesetz (KapMuG).

Hier wird in einem Musterverfahren geklärt, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt die Voraussetzungen für die für eine Ad hoc Meldung vorgelegen haben und sich damit einem Schadensersatzanspruch für die VW Aktionäre ergeben. VW Aktionäre können sich anschließen oder beitreten. Solche Musterverfahren werden, soweit sinnvoll, angestrebt.

Welche VW Aktionäre haben Anspruch auf Schadensersatz?

Grundsätzlich haben alle VW Aktionäre, die ab 2007 Aktien von Volkswagen gekauft haben und diese noch am 20.09.2015 gehalten haben, Anspruch auf Schadensersatz. Dabei gibt es aber durchaus verschiedene Unterscheidungen über die Zeiträume der Wissenszurechnung und der möglichen Ad hoc Mitteilung zu den Gewinnaussichten des VW Konzerns. Dies muss im Einzelfall geprüft werden.

Wer vertritt die Aktionäre?

Die VW Aktionäre werden vertreten durch die Berliner Anwaltskanzlei Resch Rechtsanwälte. Die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte ist bereits 1986 mit dem Fokus auf Anlegerschutz gegründet worden. Mit ihrer dreißigjährigen Erfahrung gehören Resch Rechtsanwälte zu den führenden Kanzleien im Anlegerschutz und ist von der Wirtschaftswoche zu einer der TOP 10 Kanzleien im Fachgebiet Anlegerschutz gekürt.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Aktionäre bei einer Sammelklage gegen VW?

Grundsätzlich sind die Erfolgsaussichten bei Sammelklagen im unbeschriebenen rechtlichen Sinne ebenso wie Einzelklagen gut. Es kommt dabei aber auch weitgehend auf den Zeitpunkt an, wann der VW Aktionär seine Aktien bei Volkswagen erworben hat. Hier muss immer eine Einzelfallprüfung vorgenommen werden.

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